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4. Städtepartnertour nach Prochowice / 24.-31.07.

4. Städtepartnertour nach Prochowice / 24.-31.07.

Trotz der vielen Arbeit, die die Ausrichtung des 5. Super-Cups Warburg-Westfalen am 16. Juli einforderte, ließen es sich Aktive des Radsportvereins (RSV) 98 Warburg auch in diesem Jahr nicht nehmen, den Reigen der Etappenfahrten in Partnerstädte der Stadt Warburg fortzusetzen. Zielort war am vergangenen Freitag die polnische Stadt Prochowice.

Seit 1997 unterhält Warburg eine offizielle Partnerschaft mit Prochowice in Schlesien nicht unweit der bekannten Stadt Legnica (Liegnitz). Das Vorhaben, Städtepartnerschaften nicht nur zu einer Sache zwischen Politikern werden zu lassen, setzten die RSVer auch beim Besuch in Prochowice um. Obwohl die Warburger auch bei ihren bisherigen Touren stets sehr aufgeschlossen aufgenommen wurden, bestach der Besuch in Prochowice doch durch eine sehr ausgeprägte Herzlichkeit. Fast alle Radler verspürten beim Eintreffen auf dem Marktplatz der Stadt eine Gänsehaut, denn die europäischen Nachbarn hatten für das Dutzend Radfahrer plus Begleitung gleich den ganzen Marktplatz durch Polizei und Feuerwehr absperren lassen. Statt grauem Asphalt erwarteten die Warburger bunt bemalte Straßen, wofür viele Mädchen und Jungen der Stadt bei einem Malwettbewerb gesorgt hatten. Die restlichen drei Kilometer bis dorthin radelte die neue Bürgermeisterin Halina Kolodziejska mit. In einem kleinen Vorort hatte sie die Warburger erwartet. Nicht allein, sondern mit anderen Vertretern der Stadt, einem Folklore-Ensemble und Dolmetscherin Teresa Rejchan. Vom Marktplatz aus fuhren die Warburger weiter zum Sportzentrum, wo der offizielle Teil der Begrüßung folgte. Stadtkämmerer Heinrich Meyer unterstrich bei seiner Ansprache die Wichtigkeit solcher Begegnungen, "die helfen, dass wir nicht nebeneinander, sondern miteinander leben." Freundschaften seien keine Selbstverständlichkeiten, "wir alle müssen etwas dafür tun", sagte er. "Endscheidend dabei ist nicht die Anzahl unserer Worte, sondern die einsatzbereite Sprache unserer Herzen", führte Meyer weiter aus.

Gastgeber wie auch Gäste trugen in den Tagen des Besuchs dazu bei, die internationale Freundschaft zu fördern. Trotz sprachlicher Probleme, die die Gastgeber aber mit gleich drei Dolmetschern sehr gut überbrückten, baute sich sehr schnell ein zufriedenes Wohlgefühl auf. Auch bei den gemeinsamen Unternehmungen am zweiten Tag mit dem Besuch der barocken Klosteranlage in Leubus. Dabei hielten die Prochowicer mit Sorgen nicht zurück. Ohne Scheu präsentierten sie Dinge, auf die sie mit Recht stolz sein können, aber auch ohne Umschweife Probleme, die das im Aufbau befindliche Land Polen noch hat. Die RSVer machten die Erfahrung, das viele für Deutsche selbstverständliche, alltägliche Dinge für diese europäischen Nachbarn noch längst nicht selbstverständlich sind, dafür aber Werte, die im Westen schon aus den Augen verloren worden sind, noch sehr intensiv gelebt werden. Mit einer Reihe von Freunden mehr kehrten die Warburger am Sonntag zurück. Im Hinterkopf viele schöne Bilder und Erinnerungen an tolle Momente. Und mit vielen Ideen und schon leichten Plänen für die nächste Städtepartnertour im Jahr 2006.

©2012 RSV 98 Warburg e.V. Druckansicht öffnen Seite zurück Nach oben