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Eine glatte Eins für den Super-Cup / 16.07.

Eine glatte Eins für den Super-Cup / 16.07.

933 zufriedene Teilnehmer beim 5. Supercup des RSV 98 Warburg

"Hier gibt's absolut nichts zu meckern. Eine hervorragend organisierte Veranstaltung", meinte Werner Tuloweit, während er einen kräftigen Schluck Mineralwasser nahm und danach ergänzte: "Da habe ich schon ganz andere Sachen erlebt."

Der 65-jährige ehemalige Nationalmannschaftsfahrer aus Herford ist im Auftrag des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) als Kontrollfahrer den 5. Supercup des RSV 98 Warburg am Samstag mitgefahren – und hat anschließend ein dickes Lob an den Veranstalter verteilt. Er war ebenso zufrieden wie die anderen 932 Teilnehmer, die Strecken über 46, 79, 111, 151 oder 242 Kilometer ohne Zeitnahme, aber mit viel Ehrgeiz bewältigt haben.

Ein Plattfuß. Verflixtes Pech. Und das 22 Kilometer vorm Ziel. "Wahrscheinlich ist ein Schlagloch Schuld", meinte Mario Meyfarth und zuckte mit den Achseln: "So was kann immer mal passieren. Nur blöd, dass dann auch noch das Ventil an meiner Luftpumpe abgebrochen ist." Aber der Mann aus Baunatal hatte Glück im Unglück: Als seinem Hinterrad die Luft ausging, hatte er nur noch ein paar Meter bis zur letzten Kontrollstation in Peckelsheim. Bis dahin hat er geschoben, Berg rauf. Aber es hat sich gelohnt. Die Helfer des RSV konnten mit einer Luftpumpe und einem neuen Schlauch aushelfen. Eine knappe Viertelstunde später rollte Mario Meyfarth, frisch gestärkt mit Isotonischem und Müsliriegeln, vom Peckelsheimer Schulhof und bewies auf den letzten Kilometern bis zur Stadthalle Warburg, dass nur seinem Hinterrad, nicht aber ihm, die Luft ausgegangen ist. "Gute Fahrt", wünschte ihm, wie auch allen anderen der über 900 Teilnehmer, Jürgen Bornemann, der als Einweiser in Peckelsheim tätig war. "Ich habe ein nettes Wort für jeden übrig. Das ist wichtig. Außerdem freut es mich, wenn die Leute sagen: Das hat alles super geklappt hier bei euch", erklärte der Einweiser, der selbst viele Kilometer Rad fährt.

Eine Zeit wird bei den Radtouristikfahrten offiziell nicht genommen, jeder stoppt per Radcomputer seine Zeit selbst, rechnet sich sein Tempo aus. Burkhard Sarrazin, Trainer des Fußball-Kreisligisten SV Scherfede-Rimbeck, hatte sich erst spontan am Abend vorher dazu entschlossen, mitzufahren und wollte ankommen, ohne eine vorher errechnete Durchschnittsgeschwindigkeit einzuhalten. Mit seinem Spieler Holger Block als Tempomacher war er unterwegs.

Kai-Uwe Gerstenberger war der Schnellste – auch wenn keine Zeit gestoppt wurde. Das Leichtgewicht vom RSV Korbach kam als erster im Ziel an der Stadthalle Warburg an – so, als käme er gerade vom Brötchen holen. Warburgs Bürgermeister Michael Stickeln hatte den Startschuss morgens um sechs gegeben und war ganz begeistert von der Atmosphäre: "Gerne habe ich die Schirmherrschaft über diese sehr populäre Großveranstaltung übernommen. Ich freue mich, dass die Teilnehmer, die aus allen Bundesländern und dem benachbarten Ausland kommen, die reizvolle Landschaft im wahrsten Sinne des Wortes erfahren werden. Bedanken möchte ich mich besonders bei dem RSV 98 Warburg, die dieses sportliche Großereignis wieder nach Warburg geholt hat."

Wer hier ankommt, hat Ehrgeiz, Ausdauer und Durchhaltevermögen bewiesen. Und, dass er sich gut vorbereitet hat. Viele trainieren 10.000 bis 18.000 Radkilometer pro Jahr. Am Ende waren sie alle geschafft, erschöpft, einfach k.o. - aber sehr zufrieden. Die einen mit ihrer sportlichen, die anderen mit ihrer organisatorischen Leistung. Und als Werner Tuloweit am Samstagabend den Kontrollbogen für den BDR ausfüllte, machte er überall Häkchen: Der erfahrene Radsportler verteilte eine glatte Eins für den Veranstalter RSV Warburg.

©2012 RSV 98 Warburg e.V. Druckansicht öffnen Seite zurück Seite vor Nach oben